Nachdem wir uns im Spätherbst entschieden haben die letzte Etappe des Po’s mit dem Velo zu befahren, ging es an die Planung.
Von Airolo bis Mantova machten ein Teil von uns schon in den Jahren 2003/04.
Bald mussten Herbert und ich feststellen, dass es ein schwieriges Unternehmen war, Hotel’s zu finden. Da es Richtung Podelta nur noch wenige gibt.
Bald fanden wir eine Alternative, nämlich mit Schiff und Velo von Mantova nach Venedig. Wir waren inzwischen 12 Personen, die sich für diese
Reise begeisterten und so buchten wir auch.
13. Mai mit dem Zug von Zürich HB nach Mailand, Verona und Mantova
Hans Matthys, Ernst Hertig, Hans Steiner, Irene Steiner, Herbert Williner, Karl Steiner, Brigitte Steiner, Peter Siegenthaler, Dölf Halter, Nelly Müller,
Verena Ardengi und Beda Bischof trafen sich um sieben Uhr im HB Zürich wo unsere Reise begann.
Angekommen in Mantova fuhren wir mit dem Taxi zum Porto Catena wo unser Schiff und Hotel die „MS Vita Pugna“ war. Wir bezogen unsere Kabinen und machten
anschliessend einen kurzen Spaziergang in Mantova mit einem Apéro.
Wieder auf dem Schiff Begrüssung, Orientierung und erstes feines Nachtessen.

14. Mai - Mantova-Governolo-Zelo, ca. 50 km
Mit dem Schiff fuhren wir nach Governolo zur Festung der Flusspiraten des Mincio, wo sich das grösste Flussbecken Italiens befindet.
Ab hier fuhren wir mit dem Velo dem Po entlang bis zum Ort Ostiglia mit seinen mittelalterlichen Schlossruinen, wo wir eine erste „Cappuccino-Pause“
einlegten. Weiter ging unsere Fahrt immer mit unserem tollen „Führer“ Helmut dem Canal Bianco entlang bis zum Tagesziel Zelo.

15. Mai - Zelo -Ferrara -Adria, ca. 50 km
Unsere Velofahrt ging heute Richtung Ferrara. Die zahlreichen Radwege und die weite Verbreitung der
Zweiräder haben ihr den Namen „Stadt der Fahrräder" verliehen.
Nach einer Stadtführung und einem längeren Aufenthalt wurden wir mit dem Car abgeholt, verstauten unsere Räder im Anhänger und fuhren
nach Adria. Diese Stadt war ein alter griechischer Hafen, bekannt für den Handel des baltischen Bernsteins.

16. Mai - Bei stürmischem Wind und Regen fuhrer wir mit dem Schiff nach Albarella. Leider konnten wir nicht Velofahren und somit auch nicht das
Labyrinth des Podeltas entdecken.
Wir verbrachten den restlichen Tag auf dieser Privatinsel, machten einen langen Spaziergang, bewunderten die vielen schönen privaten Anwesen
und genossen natürlich auch einen feinen Kaffee.

17. Mai - Albarella - Chioggia, ca. 40 km
Bei wieder sehr angenehmem Velowetter radelten wir zwischen Land und Wasser, dem Podelta und der Mündung
der Etsch. Anschliessend
ging unsere Reise dem Wasserlauf vom „Po-Brondolo" entlang, der sich mit der venezianischen Lagune verbindet. Nachdem wir uns etwas frisch
gemacht hatten, genossen wir ein paar Stunden im Städtchen Chioggia, dem sogenannten „kleinen Venedig".

18. Mai - Chioggia -Venedig, ca. 30 km
Am Morgen besuchten wir noch in Chioggia den Fischmarkt. Anschlissend brachte uns die “MS Vita Pugna“ zum
Naturschutzgebiet Ca' Roman, einer sandigen Halbinsel, bedeckt von Strandkiefern.
Wir luden unsere Velo’s aus und radelten dann entlang der Lagune nach Pellestrina, weiter über den sehr schönen, neuen Radweg zur Anlagestelle
der Fähre.
Nach einer kurzen Schifffahrt erreichten wir den Lido mit seinen Steindämmen „Murazzi". Nach wenigen Kilometern Velofahrt erreichten wir unser
Schiff, das uns vorbei an dem kleinen America-Cup, sicher an unser endgültiges Ziel, der Insel Giudecca, nicht weit vom Markusplatz entfernt,
mit einem wunderschönen Blick auf die Lagune, brachte.

19. Mai – Freier Tag in Venedig, das wir erkundigten, genossen die Fahrten mit den Wasserbusse,
sahen uns viele Sehenswürdigkeiten an und besuchten die kleine Insel Murano.

20. Mai – Heimreise
In der Nähe war das Erdbeben in der Nacht, aber auf dem Schiff merkte man davon nichts.
Der Zug nach Mailand fuhr ganz normal, dort allerdings war ein kleines Chaos. Mit Verspätung fuhren wir mit dem Cisalpino ab und erfuhren
wenig später, dass wir in Chiasso umsteigen müssen wegen einem Defekt, aber wir kamen trotzdem noch gut nach Hause.
Eine wunderschöne Reise mit vielen tollen Erinnerungen, vielen Eindrücken, alles gut organisiert, einer sehr angenehmen Crew, feinem Essen und Trinken ging ohne Unfall und Panne nach einer Woche glücklich zu Ende.

Bilder: Karl Steiner, Irene Steiner, Brigitte Steiner und Peter Siegenthaler
Bericht: Peter Siegenthaler
Mai 2012
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